Auftrag des RFO

Bei Katastrophen und in Notlagen beraten die Mitglieder des RFO die Gemeinderäte, schlagen Massnahmen vor und vollziehen die Entscheide der Gemeinderäte. Das RFO koordiniert die Einsätze der Partnerorganisationen, unterstützt die Einsatzleitung und übernimmt die logistische Koordination. Es sorgt für die Erfüllung von Aufträgen der Einsatzleitung oder des KFS und erteilt seinerseits Aufträge an die Partnerorganisationen.

Das RFO bereitet sich durch Planungen und Übungen auf Einsätze vor. Die Szenarien der Gefärdungsanalyse dienen dabei als wichtige Grundlage. Die Mitglieder des RFO besuchen regelmässig Aus- und Weiterbildungen, die vom Kanton angeboten werden.

Wenn die Einsatzleitung nicht bei einer der Partnerorganisationen liegt, übernimmt das RFO die Einsatzleitung (z.B. Pandemie, Trinkwasserveschmutzung). In seiner Region stellt das RFO die Warnung und Alarmierung der Bevölkerung sicher. Bei einem Einsatz orientieren sie unverzüglich die Einsatzzentrale der Kantonspolizei sowie die Nachbarregionen und halten ständigen Kontakt zum KFS.

In der Region Zurzibiet stellt das RFO die Warnung und Alarmierung der Bevölkerung sicher.

Gefährdungsanalysen

Vorbereiten ist besser als Heilen: Gefährdungsanalyse Aargau

Eine Gefährdungsanalyse ist die Grundlage für das Risikomanagement des Kantons oder eben im Aufrag des RFO’s für den Bezirk Zurzach. Massnahmen zur Prävention und Bewältigung von Katastrophen und Notlagen werden anhand dieser Grundlage geplant.

Vorgehen – das Undenkbare denken

Um eine Gefährdungsanalyse zu erstellen, mussten zuerst die Gefahren für den Kanton und für die Regionen erkennt, beurteilt und bestimmt werden.

Dies geschah in diversen Workshops, bei denen Vertreterinnen und Vertreter der Partner des Bevölkerungsschutzes, externe Spezialistinnen und Spezialisten und regionale Vertreterinnen und Vertreter teilgenommen haben. Anhand von regionalen, nationalen und auch internationalen Vorkommnissen wurden 25 Szenarien eruiert. Innerhalb jedes Szenarios wurden verschiedene Stufen und ihre Auswirkungen durchdacht, von leicht bis katastrophal. Die bestmögliche Vorbereitung erreicht man dadurch, dass man in alle Richtungen denkt und auch das Undenkbare berücksichtigt.

Zusammenarbeit – In Krisen Köpfe kennen

In weiteren Workshops wurden für die 25 Szenarien Vorgehensweisen erarbeitetet. So konnten mögliche personelle, materielle oder organisatorische Defizite aufgedeckt und behoben werden. Diese Zusammenarbeit fördert auch die Vernetzung der Regionen und der Bevölkerungsschutzpartner, ganz nach dem Motto: In Krisen Köpfe kennen.

Resultat – eine umfassende Gefährdungsanalyse

Der Kanton Aargau mit seinen Regionen / Bezirke verfügen nun über eine umfassende Gefährdungsanalyse, anhand welcher Massnahmen zur Krisenbewältigung erarbeitet wurden. Die Analyse wird fortlaufend weitergeführt und aktuelle Daten und Erkenntnisse werden laufend eingebaut. Dazu werden weltweit die Massnahmen und ihre Erfolge bei Katastrophen mitberücksichtigt.

Kanton Aargau – eine Pionierleistung

Die Gefährdungsanalyse des Kantons Aargau inklusive der regionen und Bezirke ist in ihrem Umfang einzigartig in der Schweiz. Mit Bund und (Nachbar-)Kantonen wird immer enger zusammengearbeitet und Erfahrungen werden laufend ausgetauscht.

Gesetzliche Grundlagen

Gemeindeebene

Satzungen Gemeindeverband „Bevölkerungsschutzverband Zurzibiet
Reglement Regionales Führungsorgan „Zurzibiet“

 Kantonsebene

Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz Aargau BZG-AG (SAR 515.200)
Verordnung über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz im Kanton Aargau
BZV-AG (SAR 515.211)