Jahresschlussrapport 2025 des Bevölkerungsschutzes Zurzibiet: Rückblick, Ausblick und starke Signale für die Zukunft

(mr) Zurzach, 21. November 2025 – Der Bevölkerungsschutz Zurzibiet hat am Freitagabend im Gemeindezentrum Langwies in Zurzach seinen traditionellen Jahresschlussrapport abgehalten. Kader des Zivilschutzes (ZSO), des Regionalen Führungsorgans (RFO) sowie der Vorstandschaft blickten gemeinsam auf ein einsatzreiches Jahr zurück und informierten über kommende Schwerpunkte.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung nutzte das Zivilschutzkader den Apéro zum Austausch. Um 18.00 Uhr eröffnete Präsident Mäni Moser den Rapport und betonte in seiner Ansprache die hohe Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz.

Herausforderungen und sicherheitspolitische Lage

In seinem Jahresrückblick informierte Moser über die Entwicklungen 2025 sowie die strategischen Ziele für 2026. Zudem wies er auf politische und sicherheitspolitische Veränderungen hin, die zunehmend Einfluss auf die Einsatzorganisationen nehmen.

Ein Höhepunkt folgte mit dem Gastreferat von Martin Hitz, Leiter der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz (AMB). Er referierte über die aktuelle sicherheitspolitische Lage der Schweiz und zeigte auf, welche geopolitischen Herausforderungen regional und kantonal relevant werden könnten.

Rückblick auf Einsätze und Erfahrungen

RFO-Chef Andy Walder präsentierte anschliessend die wichtigsten Tätigkeiten im vergangenen Jahr. Er hob die enge Zusammenarbeit in verschiedenen Einsatzsituationen hervor und erläuterte neue Schwerpunktsetzungen für 2026.

Grosse Aufmerksamkeit erhielt das Referat von Remo Bugmann, Kommandant der Feuerwehr Döttingen–Klingnau–Koblenz. Er schilderte den Einsatz beim Grossbrand in Döttingen, der sowohl taktisch wie organisatorisch hohe Anforderungen stellte. Dabei betonte er die hervorragende Unterstützung durch die ZSO Zurzibiet, welche die gesamte Verpflegung sicherstellte. Zudem spielte der ZSO-Drohneneinsatz eine zentrale Rolle: Mit Wärmebildaufnahmen aus der Luft konnte die Einsatzleitung entscheidende Erkenntnisse für die Brandbekämpfung gewinnen.

Zivilschutz mit über 2000 Diensttagen im Jahr 2025

Einen umfassenden Überblick über die Leistungen des Zivilschutzes gab ZSO-Kommandant Mike Rudin. Insgesamt leisteten die Angehörigen der ZSO 2124 Diensttage an 151 Einsatztagen. Nebst Übungen und Unterstützungsdiensten waren sie auch bei Veranstaltungen und besonderen Ereignissen im Einsatz. Für 2026 plant die ZSO unter anderem, das Thema Waldbrandbekämpfung verstärkt in Ausbildung und Einsatzdoktrin aufzunehmen.

Ehrungen und Beförderungen

Zum traditionellen Höhepunkt des Rapportes zählten die Übergaben von Entlassungen, Beförderungen und Ehrungen. Unter anderem wurde Florian Ernst zum Oberleutnant befördert; er übernimmt im neuen Jahr die Funktion des Kommandant-Stellvertreters. Als Zivilschützer des Jahres 2025 wurde Roman Dörig ausgezeichnet – für sein ausserordentliches Engagement und seine besondere Einsatzbereitschaft. Aus dem Vorstand wurden Bruno Rigo, Böttstein und Heiri Rohner, Zurzach verabschiedet.

Kameradschaftlicher Ausklang

Mit einem Dank an alle Angehörigen der Einsatzorganisationen schloss Präsident Moser den offiziellen Teil. Beim gemeinsamen Nachtessen bot sich anschliessend Gelegenheit zum kameradschaftlichen Austausch. Der Jodelklub am Rhy sorgte mit seinen musikalischen Darbietungen für einen festlichen und stimmungsvollen Abschluss.