Kommandantenkonferenz (KoKo) in Lugano

(Foto SZSV)

Major Kdt Mike Rudin nimmt gemeinsam mit 27 weiteren Kommandanten aus allen Landesteilen an der 5. Kommandantenkonferenz (KoKo) in Lugano teil. Die KoKo vereint insgesamt 28 Kommandanten aus der ganzen Schweiz, die in sieben Regionen organisiert sind – und bildet damit eine zentrale Plattform, auf der die unterschiedlichen Interessen und Herausforderungen des Zivilschutzes schweizweit zusammengeführt und diskutiert werden.

Co-Präsidenten Patrick Sauzet (Foto SZSV)

Gerade diese breite Abstützung macht die KoKo besonders wertvoll: Erfahrungen aus allen Regionen fliessen ein, werden kritisch reflektiert und in gemeinsame Lösungsansätze überführt. So entstehen Impulse, die weit über die einzelnen Regionen hinaus Wirkung entfalten.

Nach der Vorstellung der gastgebenden Region bzw. PCi Lugano Città durch Kommandant Christian Albeverio standen der Massnahmenplan sowie die Auswertung der letzten Konferenz im September 2025 im Fokus der beiden Co-Präsidenten Patrick Sauzet und Frédéric Voirol. Jede der sieben Regionen definierte zudem ein eigenes Themengebiet, das bis zur nächsten KoKo vertieft bearbeitet wird.

Dr. iur. Markus Hugentobler (Foto SZSV)

Ein besonderer Höhepunkt war das Referat von Dr. iur. Markus Hugentobler zum Thema Arbeitsrecht, das für angeregte Diskussionen sorgte.

Die engagierte Atmosphäre setzt sich im weiteren Verlauf fort – mit aktuellen Informationen und Einblicken aus dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS).

Wer sind die Teilnehmer der KoKo: Kommandantenkonferenz

v.l.n.r. Tom Weber, Mike Rudin, Gregor Müller, Markus Berger

Den Ernstfall geprobt

Quelle Text und Bild : botschaft.ch

Übung «PIEZO»! Es ist Dienstagabend, 18.35 Uhr. Die Führungsleute aller Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes Zurzibiet sind aufgeboten: Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz, Vertretende des Gesundheitswesens und der technischen Betriebe.

Ort des Geschehens: Der Kommandoposten des Regionalen Führungsorgans, kurz, der KP RFO. Er liegt in Lengnau, in einer modernisierten Zivilschutzanlage im Untergeschoss des Werkhofs. 

Im Sitzungszimmer läuft ein Abspracherapport. Es ist nach dem Startrapport von 17.15 Uhr bereits der zweite Rapport des Abends. Stefan Indermühle, Stellvertreter des Chefs des RFO und Marco Koller, Stellvertreter des Stabchefs des RFO, führen durch den Rapport. Die Verantwortlichen der verschiedenen Fachbereiche tragen gerade die aktuellsten Informationen zur Ausgangslage und zu den verfügbaren Mitteln zusammen. Daraus ziehen die Einsatzleiter ihre Erkenntnisse, leiten mögliche Konsequenzen ab und lösen schliesslich Aufträge aus.

Mit im Raum stehen, nicht als Teilnehmer, aber als Beobachter, auch Vertreter der Übungsleitung. Zum einen sind das die Mitarbeitenden beziehungsweise Leiter der kantonalen Sektionen «Katastrophenvorsorge» und «Trinkwasser», zum anderen Karl Mayer und Andy Walder, ihrerseits Stabschef und Chef des RFO. Mäni Moser, der Präsident des Bevölkerungsschutzverbandes Zurzibiet, ist ebenfalls anwesend. Sie alle werden – nach der Übung – beurteilen, wie sich die Beübten geschlagen haben, was sie gut oder sogar sehr gut gemacht haben und wo noch Verbesserungspotenzial auszumachen ist. Solche Übungen werden regelmässig durchgeführt.

Um 18.45 Uhr ist der Rapport beendet. Die Aufträge sind erteilt, die Mitarbeitenden aus den Fachbereichen schwärmen aus, gehen wieder zurück an die Arbeit. 

Das Szenario: Trinkwasserverunreinigung

Geprobt wird an diesem Abend der Ernstfall. Das Szenario dazu: Trinkwasserverunreinigung in der Gemeinde Zurzach. Es ist ein realistisches Szenario, wie die Ereignisse in Klingnau im November/Dezember 2025 gezeigt haben. 

Irina Nüesch, Sektionsleiterin Trinkwasser beim Amt für Verbraucherschutz, führt näher aus, welches Szenario man vor Augen hatte für diese Übung. Sie spricht nicht nur im Namen der Sektion Trinkwasser, sondern auch im Namen der Sektion Katastrophenvorsorge, die die Übung durchführt. 

Das Szenario geht von folgenden Ereignissen aus: Zwei Lkw, einer davon mit Frostschutzmittel-Gebinden beladen, stossen auf einer Kantonsstrasse bei Bad Zurzach zusammen. Einzelne Kanister werden aufgerissen. Auch der Treibstofftank des umgestürzten Lkw ist beschädigt, sodass Diesel ausläuft. Dummerweise erfolgt der Unfall in einem Bereich, in dem vor über 50 Jahren einmal eine 30 Meter tiefe Sondierbohrung ausgeführt wurde. Vermutlich im Zusammenhang mit der Planung für ein Strassenbauprojekt. Das alte Bohrloch ist längst ausser Funktion, seine Rohre bilden aber bis heute eine Art «Brücke» ins Grundwasser, über welche im Szenario das Diesel-Frostschutzmittel-Gemisch – sehr langsam – ins Grundwasser gelangt.

Aus diesem Grundwasser gewinnt die Gemeinde Zurzach täglich ihr Trinkwasser. Über ein Grundwasserpumpwerk pumpt sie es in höher liegende Reservoirs und versorgt von dort aus die Bewohner des Fleckens mit Wasser. 

Gemäss Szenario vergehen nach dem Unfall mehrere Wochen, dann melden sich erste Einwohner beim Brunnenmeister, sie berichten von Dieselgeruch. Der Brunnenmeister geht der Sache nach und ist bald auch im Grundwasserpumpwerk, wo er feststellt, dass es auch dort nach Diesel riecht. 

Wie es für so einen Fall vorgeschrieben ist, setzt er sich mit der Sektion Trinkwasser im Amt für Verbraucherschutz in Verbindung und schildert die Lage. Er weiss bereits, wie er das Problem beheben könnte, gemeinsam mit der Sektion Trinkwasser bespricht er den Lösungsweg. Weil sich der Brunnenmeister danach voll auf seine Arbeit konzentrieren können muss, weist die Sektion Trinkwasser die Gemeinde Zurzach an, sich um die Information der Bevölkerung zu kümmern. 

Übung – aber realitätsnah

Der erste Alarm geht am 10. März um 11.55 Uhr raus, über die nationale Plattform «Alertswiss». Über diese Plattform respektive diese App würde die Bevölkerung auch im Ernstfall alarmiert und laufend informiert. 

Für die Übung von Dienstagabend wird dieser Alarm nur «gespielt», die alarmierten Partner erhalten auf ihr Smartphone aber gleichwohl eine exakt wortgleiche Meldung wie sie im Ereignisfall tatsächlich reinkäme. Es sollen, das ist das erklärte Ziel der Übung, alle Prozesse authentisch durchgespielt werden. 

Nach einer ersten Konferenz zwischen Gemeinderat, Brunnenmeister und Sektion Trinkwasser wird zur Unterstützung der Gemeinde das Regionale Führungsorgan aufgeboten. Dieses soll, so das Szenario, im Bereich Information und in der Koordination von Mitteln unterstützen. Denn: von einer Trinkwasserverunreinigung wären in Zurzi nicht nur die Bevölkerung, sondern auch Bauernhöfe, Lebensmittelbetriebe und Institutionen wie Zurzach Care und das Generationenhaus Pfauen direkt und vermutlich tagelang betroffen.

Der Kanton überprüft

Soweit das Szenario. Die eigentliche Übung begann am Dienstag mit dem Aufgebot des Kernstabes, bald darauf folgte der bereits erwähnte Startrapport um 17.15 Uhr. 

Mit dem Einsatz und den Entscheidungen der Beübten, die Ad hoc und aus dem Stand Leistung auf Anhieb erbringen müssen, zeigt sich Roger Weber, Gesamtübungsleiter der Sektion Katastrophenvorsorge, bei Halbzeit der Übung am Dienstagabend sehr zufrieden. 

Die Involvierten, so Weber, seien rasch im Szenario drin gewesen und hätten zeitnah erste wichtige und richtige Aufträge ausgelöst. Nur wenige Stunden nachdem der Alarm raus ist, liegt, um nur ein Beispiel zu nennen, im Entwurf bereits eine Medienmitteilung vor, die bald darauf veröffentlicht werden soll. Sie wird die Bevölkerung zu dem informieren, was bereits bekannt ist, und sie wird die Nummer einer Hotline und eine Kontaktadresse enthalten, wohin sich allfällig Betroffene und besorgte Bürger mit ihren Anliegen wenden können. Eine zeitnahe Information, das bestätigen sowohl Roger Weber als auch Irina Nüesch, kann im Ernstfall entscheidend sein für eine erfolgreiche Bewältigung des Ereignisses. 

Beeindruckt ist Weber von den Stellvertretern in den Organisationen des Bevölkerungsschutzes. Bewusst hat man die Chefs des RFO, die für gewöhnlich «in charge» sind, aus der Übung raus und in die Übungsleitung genommen, sodass die stellvertretenden Chefs gefordert sind. 

Wertvolle Erkenntnisse

Klug war es auch, die Gemeindebehörden von Bad Zurzach – konkret sind es der ressortverantwortliche Gemeinderat Ruedi Indermühle und Tiefbau-Chef Henrik Wilke, sowie die Brunnenmeister Christian Meier und seinen Stellvertreter Silvan Schenk – direkt in die Übung zu involvieren. Sie wurden zwar nicht beübt, erleben aber als «embedded players» eins zu eins mit, wie so ein Szenario im Ernstfall ablaufen könnte und zu bewältigen wäre. Es sind die Gemeinden, die mit der Unterstützung des RFO bei solchen Ereignissen die Entscheide zu fällen haben. 

Gemeinderat Ruedi Indermühle zieht ein positives Fazit zur Übung. Es sei eine interessante, realistische Übung gewesen. «In einem solchen Fall ist man als Gemeinde dankbar, dass man mit dem RFO einen kompetenten Partner hat, der aufgeboten werden kann. Die Unterstützung in der Kommunikation oder der Lagedarstellung für die erforderliche Übersicht für den Gemeinderat als Entscheidungsträger im Ereignis sind hilfreich. So hat der Gemeinderat einen geschulten Partner, der dem Gemeinderat bei der Entscheidungsfindung unterstützt.»

Dem kann auch RFO-Chef Andy Walder nur beipflichten. Das RFO, so Walder, erarbeite für die Gemeinde Lösungsvarianten und unterbreitet diese dem Gemeinderat zum Entscheid. «Sobald entschieden ist, wird die Massnahme durch das RFO koordiniert und bei Bedarf, mit ergänzenden regionalen Mitteln der verschiedenen Partnerorganisationen, umgesetzt.»

Sirenentest 2026 Auswertung

Bericht über den Sirenentest im Zurzibiet

Im Rahmen des jährlich durchgeführten Sirenentests wurden im Zurzibiet insgesamt 58 Sirenen getestet. Davon waren 47 stationäre Sirenen sowie 11 mobile Sirenen im Einsatz.

Der Sirenentest diente der Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Alarmierungsanlagen sowie der Sensibilisierung der Bevölkerung für die Alarmsignale. Der Test verlief überwiegend planmässig und ohne besondere Vorkommnisse.

Einzig eine Sirene wies eine technische Störung auf. Die zuständigen Stellen wurden informiert, und die Behebung der Störung wird zeitnah veranlasst.

Insgesamt bestätigte der Sirenentest die hohe Einsatzbereitschaft der Alarmierungssysteme im Zurzibiet. Die Verantwortlichen ziehen ein positives Fazit und sehen sich für den Ernstfall gut vorbereitet.

Sirenentest, 04.04.2026

Testtag: erster Mittwoch im Februar

Jeweils am ersten Mittwoch des Monats Februar findet in der Schweiz der jährliche Sirenentest statt. Dabei wird die Funktionsbereitschaft nicht nur der Sirenen des „Allgemeinen Alarms“, sondern auch jener des „Wasseralarms“ getestet. Mittels Radio- und TV-Spots sowie Medienmitteilungen wird die Bevölkerung vorgängig auf den Sirenentest aufmerksam gemacht. Es sind keine Verhaltens- und Schutzmassnahmen zu ergreifen. Die Bevölkerung wird um Verständnis für die mit der Sirenenkontrolle verbundenen Unannehmlichkeiten gebeten.

Zwei Alarmzeichen

Ausgelöst wird um 13.30 Uhr in der ganzen Schweiz das Zeichen „Allgemeiner Alarm“, ein regelmässig auf- und absteigender Heulton von einer Minute Dauer. Die Sirenenkontrolle darf bis 14.00 Uhr weitergeführt werden. Ab 14.00 Uhr bis spätestens 16.30 Uhr wird im gefährdeten Gebiet unterhalb von Stauanlagen das Zeichen „Wasseralarm“ ausgelöst. Es besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden in Abständen von je 10 Sekunden. Insgesamt werden rund 7200 stationäre und mobile Sirenen auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft.

Bei Alarm richtig reagieren

Wenn das Zeichen „Allgemeiner Alarm“ ausserhalb des angekündigten Sirenentests ertönt, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung möglich ist. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, Radio zu hören, die Alertswiss-Kanäle zu konsultieren, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und die Nachbarn zu informieren. Der „Wasseralarm“ bedeutet, dass man das gefährdete Gebiet sofort verlassen soll. Weitere Hinweise und Verhaltensregeln finden sich auf Alertswiss und auf Teletext, Seite 680.

Jahresschlussrapport 2025 des Bevölkerungsschutzes Zurzibiet: Rückblick, Ausblick und starke Signale für die Zukunft

(mr) Zurzach, 21. November 2025 – Der Bevölkerungsschutz Zurzibiet hat am Freitagabend im Gemeindezentrum Langwies in Zurzach seinen traditionellen Jahresschlussrapport abgehalten. Kader des Zivilschutzes (ZSO), des Regionalen Führungsorgans (RFO) sowie der Vorstandschaft blickten gemeinsam auf ein einsatzreiches Jahr zurück und informierten über kommende Schwerpunkte.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung nutzte das Zivilschutzkader den Apéro zum Austausch. Um 18.00 Uhr eröffnete Präsident Mäni Moser den Rapport und betonte in seiner Ansprache die hohe Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz.

Herausforderungen und sicherheitspolitische Lage

In seinem Jahresrückblick informierte Moser über die Entwicklungen 2025 sowie die strategischen Ziele für 2026. Zudem wies er auf politische und sicherheitspolitische Veränderungen hin, die zunehmend Einfluss auf die Einsatzorganisationen nehmen.

Ein Höhepunkt folgte mit dem Gastreferat von Martin Hitz, Leiter der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz (AMB). Er referierte über die aktuelle sicherheitspolitische Lage der Schweiz und zeigte auf, welche geopolitischen Herausforderungen regional und kantonal relevant werden könnten.

Rückblick auf Einsätze und Erfahrungen

RFO-Chef Andy Walder präsentierte anschliessend die wichtigsten Tätigkeiten im vergangenen Jahr. Er hob die enge Zusammenarbeit in verschiedenen Einsatzsituationen hervor und erläuterte neue Schwerpunktsetzungen für 2026.

Grosse Aufmerksamkeit erhielt das Referat von Remo Bugmann, Kommandant der Feuerwehr Döttingen–Klingnau–Koblenz. Er schilderte den Einsatz beim Grossbrand in Döttingen, der sowohl taktisch wie organisatorisch hohe Anforderungen stellte. Dabei betonte er die hervorragende Unterstützung durch die ZSO Zurzibiet, welche die gesamte Verpflegung sicherstellte. Zudem spielte der ZSO-Drohneneinsatz eine zentrale Rolle: Mit Wärmebildaufnahmen aus der Luft konnte die Einsatzleitung entscheidende Erkenntnisse für die Brandbekämpfung gewinnen.

Zivilschutz mit über 2000 Diensttagen im Jahr 2025

Einen umfassenden Überblick über die Leistungen des Zivilschutzes gab ZSO-Kommandant Mike Rudin. Insgesamt leisteten die Angehörigen der ZSO 2124 Diensttage an 151 Einsatztagen. Nebst Übungen und Unterstützungsdiensten waren sie auch bei Veranstaltungen und besonderen Ereignissen im Einsatz. Für 2026 plant die ZSO unter anderem, das Thema Waldbrandbekämpfung verstärkt in Ausbildung und Einsatzdoktrin aufzunehmen.

Ehrungen und Beförderungen

Zum traditionellen Höhepunkt des Rapportes zählten die Übergaben von Entlassungen, Beförderungen und Ehrungen. Unter anderem wurde Florian Ernst zum Oberleutnant befördert; er übernimmt im neuen Jahr die Funktion des Kommandant-Stellvertreters. Als Zivilschützer des Jahres 2025 wurde Roman Dörig ausgezeichnet – für sein ausserordentliches Engagement und seine besondere Einsatzbereitschaft. Aus dem Vorstand wurden Bruno Rigo, Böttstein und Heiri Rohner, Zurzach verabschiedet.

Kameradschaftlicher Ausklang

Mit einem Dank an alle Angehörigen der Einsatzorganisationen schloss Präsident Moser den offiziellen Teil. Beim gemeinsamen Nachtessen bot sich anschliessend Gelegenheit zum kameradschaftlichen Austausch. Der Jodelklub am Rhy sorgte mit seinen musikalischen Darbietungen für einen festlichen und stimmungsvollen Abschluss.

Dienstjahr ZSO 2026

Kalender und Kurstableau stehen zum Download bereit.

Kalender 2026

Kurstableau 2026

Zivilschutzpflichtige, die zu einer Dienstleistung aufgeboten werden, erhalten ca. sechs Wochen vor Kurs- oder Übungsbeginn ein persönliches Aufgebot. Nicht berücksichtigt sind mögliche Nothilfe- und Unterstützungseinsätze, zu denen die gesamte Kompanie bei Bedarf jederzeit zusätzlich aufgeboten oder alarmiert werden kann. Über Daten von Kantons- und Bundeskur­sen werden die Teilnehmer schriftlich, direkt von Kanton oder Bund vororientiert und aufgeboten. Die Zivilschutzdienstpflichtigen sind verpflichtet, sich diese Daten vorzumerken, zu reservieren und den Arbeitgeber rechtzeitig zu informieren.

Zivilschützer zwischen Catwalk und Holzpaletten

07.10.2025, Bad Zurzach

Zweimal im Jahr heisst der Pfauen sie mit Freude willkommen – die Männer der Zivilschutzorganisation ZSO Zurzibiet. Ihr jüngster Einsatz hat einmal mehr gezeigt, wie viel frischen Schwung und gute Laune sie in den Pfauen bringen.

Nach einem kurzen Start mit Schulungen zu Mobilität, Kinästhetik, Kommunikation und Validation stand bald das Wichtigste im Vordergrund: gemeinsame Zeit. Ob Spaziergänge, Einkäufe oder einfach ein offenes Ohr, die Zivilschützer waren mit Herz und Humor dabei.

Bereits am Dienstag ging es für die Bewohnerinnen und Bewohner auf einen besonderen Ausflug. Gemeinsam mit ihren Begleitern führte die Reise ins Gartencenter Hauenstein nach Rafz. Zwischen farbenprächtigen Blumen, herrlichen Düften, feinem Essen und der herzlichen Unterstützung der ZSO-Männer genossen alle einen Tag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ein besonderes Highlight der Woche war die Modenschau. Die stilvollen Outfits stellte die Mode-Boutique «Seniovita» aus Nussbaumen zur Verfügung. Geschäftsführerin Shqipe Salihi und ihre Tochter Merisa Salihi, die die Show herzlich und schwungvoll moderierte, verliehen dem Anlass einen persönlichen Charakter. Gemeinsam mit den Zivilschützern wagten die Bewohnerinnen und Bewohner den mutigen Schritt auf den Catwalk – voller Charme, Selbstbewusstsein, sichtbarer Freude und manch verborgenem Talent.

Auch im Haus wurde kräftig angepackt. Aus Holzpaletten entstand eine gemütliche Lounge, die nach der Fertigstellung feierlich auf den Namen «Ziviecke» getauft wurde. Besonders einige der männlichen Bewohner fühlten sich beim Bauen in ihre frühere Arbeitswelt zurückversetzt und erzählten mit leuchtenden Augen von alten Zeiten.

So ging eine Woche voller Begegnungen, Erlebnisse und neuer Erinnerungen zu Ende. Der Einsatz der ZSO Zurzibiet hat einmal mehr gezeigt, wie bereichernd dieses Engagement ist. Die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen ist bereits jetzt spürbar.

Text und Bilder:

Quelle: Pfauen – das Zentrum für Pflege und Betreuung – Pfauen – Das Zentrum für Pflege und Betreuung

Kulturgüterschutz KGS🚨📚


Gestern Abend stand bei der Feuerwehr Böttstein-Leuggern das Thema auf dem Programm:
👉 Was ist Kulturgut – und ab wann übernimmt der Zivilschutz Zurzibiet ?

Im Ernstfall ist es entscheidend, klare Abläufe und Zuständigkeiten zu kennen – denn Kulturgüter sind wertvoll und verdienen besonderen Schutz. 💡
Danke an alle Teilnehmenden für den engagierten Austausch und die spannenden Fragen! 🙌

#Feuerwehr#Zivilschutz#Kulturgut#Ausbildung#Teamwork#immerda

Einsatz zu Gunsten der Gemeinschaft – Zurzifäscht 2025

Wir durften hautnah dabei sein: tatkräftig anpacken, mithelfen, Brücken bauen im wahrsten Sinne des Wortes!

Schon am Freitag vor der grossen Arbeits- und Einsatzwoche traf sich das Kader mit der Küchenmannschaft, um die Köpfe zusammenzustecken und die ersten groben Pläne zu schmieden.

Vom Montag, 8. September, bis Freitag, 12. September 2025, waren wir mit voller Besetzung im Einsatz: 3 Kaderleute, 3 Küchenmitglieder und 15 AdZS. Gemeinsam stellten wir das Fundament für ein Fest, das die ganze Region begeistern sollte.

Das Highlight? Ganz klar: der spektakuläre Brückenbau über die alte Friedhofsmauer – mitten im Herzen des Festgeländes. Ein Bauwerk, das Alt und Jung sicher und direkt von einer Seite auf die andere führte, geradewegs zu den Köstlichkeiten, Ständen und Darbietungen. Daneben sorgten wir für Transporte, verlegten Leitungen und installierten die Beleuchtung – damit das Fest auch bei Nacht erstrahlen konnte. Dank unserer „hauseigenen“ Küche blieb die Truppe gestärkt und motiviert.

Und dann war es soweit: Vom 12. bis 14. September 2025 verwandelte sich Bad Zurzach in ein einziges Festgelände. Die Region kam zusammen, um zu feiern, zu geniessen und unvergessliche Momente zu erleben.

Besonders der Samstag, 13. September, hatte es in sich: Rund um das Verenamünster pulsierte das bunte Markttreiben. Schulen präsentierten ihre Attraktionen, und am Informationsstand des Zivilschutzes staunten die Kinder nicht schlecht: Sie bekamen Luftballons geschenkt – ein spontaner Einfall, der sich in Windeseile zum absoluten Renner entwickelte! Am Ende des Tages waren über 200 Ballone verteilt – und Helium wie Ballonvorrat restlos aufgebraucht. Ein voller Erfolg!

Nach dem grossen Fest hiess es am 15. und 16. September: Abbau. Brücke, Beleuchtung, Transporte – Hand in Hand packten wir an. Alles lief reibungslos, ohne Zwischenfälle oder Schäden.

Ein riesiges Dankeschön gilt unserem Küchenteam, das uns während dieser intensiven Tage stets mit bestem Essen versorgte. Ebenso danken wir dem OK, dem Werkhof Zurzach, dem Wasserwerk Zurzach, den Elektrofirmen und allen weiteren beteiligten Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit.

Geschrieben von Adjutant Spuler Alexander & Korporal Keller Andres